Fandango
Geschrieben von: Marco Wirz   
Sonntag, den 06. Dezember 2009 um 12:50 Uhr

Das Konzert in der Kirche 2010 der Stadtmusik Illnau-Effretikon ist spanischen Komponisten und ihrem musikalischen Schaffen der letzten 500 Jahre gewidmet. Die Musikkommission hat bekannte und ansprechende Werke ausgegraben, welche die SMIE ihrem Publikum im Sinne eines musikalischen Feuerwerks präsentieren möchte. Die Musikanten freuen sich auf ein neugieriges Publikum. (Flyer)

Der spanischen Tanz Fandango des Amerikaners Frank Perkins, der dem Konzert den Titel leiht, ist einer der Höhepunkte des Konzerts. Dieser temperamentvolle und feurige Tanz im Dreivierteltakt sprüht vor spanischer Lebensfreude und lässt wohl niemanden ruhig auf seinem Stuhl sitzen.

Zum fünfhundertsten Geburtstag
Das Konzert beginnt mit einem wunderbaren Choral, dessen einfache Melodie mit ihrem mehrstimmigen, orgelähnlichen Klang die Kirche mit Wärme und Erhabenheit erfüllt. Der Komponist Antonio de Cabezon, der im Jahre 2010 seinen fünfhundertsten Geburtstag feiern könnte, gilt als bedeutendster spanischer Komponist von Musik für Tasteninstrumente in seiner Zeit. Sein Prelude im dorischen Modus wurde von Percy Aldridge Grainger meisterhaft für Blasorchester instrumentert. In den letzten Jahren hat die SMIE regelmässig von Grainger instrumentierte Werke gespielt.
Neben dem Urahn Cabezon dürfen auch zwei zeitgenössische spanische Komponisten ihre Werke vorstellen: Teo Aparicio Barberan erzählt eine Geschichte aus dem Norden Portugals, wo im 15. Jahrhundert die Pest wütete. Die Bevölkerung brachte dem heiligen Bartholomäus eine besondere Sorte Brot – die Fogazas – als Opfer. Das daraus entstandene „Festa das Fogaceiras“ wird auch heute noch gefeiert.
Ferrer Ferran beschreibt in seinem Werk „Algemiz – Dansa dels Conqueridors“ den erfolgreichen Versuch der spanischen Truppen, die Stadt Algemes von den Mauren zu erobern. Dabei gelingt es ihm meisterhaft, mit einer farbigen Instrumentation die spanischen und arabischen Melodien zu vereinigen.

Isaac Albeniz – der geniale Pianist
Mit Isaac Albeniz kommt wieder ein grosser Name zum Zug. Er könnte 2010 seinen 150. Geburstatg feiern. Eines seiner bekanntesten Werke ist die Suite Espanola Op. 47, das ursprünglich für Piano geschrieben wurde. Die SMIE spielt vier der acht Sätze, welche je eine Stadt (Granada, Sevilla und Cadiz) oder Region (Cataluna) von Spanien beschreiben. Die Musik ist an vielen Stellen sehr transparent und kammermusikalisch und fordert den Musikanten alles ab. Das Resultat ist eine Musik, die mal tänzerisch, träumerisch oder melancholisch daher kommt. Das Arrangement für Blasorchester stammt von Juan Vicente Mas Quiles, einem ebenfalls spanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts.
Ein weiteres Werk von Isaac Albeniz ist „Fête-Dieu à Seville“ aus dem Zyklus Iberia, die Beschreibung der Fronleichnamsprozession in der südspanischen Stadt Sevilla, ein Werk, welches dem Orchester technisch alles abverlangt und als das schwierigste Stück aus dem Iberia-Zyklus gilt.


Das Konzert in der reformierten Kirche Effretikon findet am Samstag, 23. Januar 2010 um 20 Uhr und am Sonntag, 24. Janaur 2010 um 17 Uhr statt, der Eintritt ist frei.

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 08. Januar 2010 um 19:57 Uhr
 

Login



Statistik

Wir haben 4 Gäste online

Newsletter

Bleiben Sie informiert und abonnieren Sie unseren RSS-Feed.
(Anleitung für Firefox)